Fußleistenheizung

ist ein Heizsystem, bei dem die Heizkörper entlang der Wände angebracht sind und die Wärme über den Boden verteilt wird, wodurch die Fußleisten und Wände beheizt werden.

Mit anderen Worten: Die Fußleistenheizung erwärmt den Boden, während die Zentralheizung dazu nicht beiträgt – deshalb ist der Boden in Wohnungen mit einer solchen Heizung immer kalt.

Die Anlage umfasst folgende Komponenten:

-Heizkörper
-Verteilerrohre
-Konvektoren
-Kunststoffrohre

Ein Heizkörper besteht aus einem Wärmetauscher, der aus zwei Kupferrohren und einem Aluminiumgehäuse besteht, das drei Heizbänder enthält.

Verteilerrohr – eine Vorrichtung aus zwei Stahlrohren mit Biegungen, Abzweigungen und Thermoventilen.

Kunststoffrohre – gewöhnliche Rohre, die keinen Sauerstoff durchlassen.

Das Funktionsprinzip basiert auf dem sogenannten Coandă-Effekt: An jeder Oberfläche ist der Luftdruck in der Regel verringert, und an der Oberfläche eines großen Raums strömt immer kalte Luft.

Das Funktionsprinzip der Fußleistenheizung ist daher so ausgelegt, dass diese kalte Luft erwärmt wird. Wenn die Luft in das Aluminiumgehäuse eintritt, das sich in Bodennähe und entlang der Wände befindet, beginnt sie sich zu erwärmen und steigt zu den Wänden auf. Die erwärmte Luft verteilt sich so entlang der Wände und sorgt für eine optimale Temperatur im gesamten Raum.

Die Fußleistenheizung unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Zentralheizung:

 

keine Kondenswasserbildung, die sich normalerweise an Fenstern und Wänden absetzt

gleichmäßigere Wärmeverteilung

chnelleres Aufheizen des Raumes aufgrund geringer thermischer Trägheit

in einem hydronischen Fußleistenheizsystem wird weniger Wasser benötigt, um den Raum zu beheizen, als bei einer herkömmlichen Heizung

der Raum entlang der Wände bleibt frei, während bei herkömmlicher Heizung die Heizkörper viel Platz einnehmen

Design – die Fußleistenheizung dient als dekoratives Element: Sie kann unter beliebigen Dekorplatten montiert werden

die Staubzirkulation wird reduziert, da sie die Luftturbulenzen verringert

Die Installation einer solchen Heizung umfasst die Anbringung von Heizkörpern entlang der Wände. Zunächst wird oberhalb des Fußbodens eine Wandleiste befestigt. Anschließend werden die Konvektoren mithilfe von Armaturen zu einem System verbunden. Weiterhin muss der Verteiler an die Heizungsleitung angeschlossen und auf Dichtheit geprüft werden. Ein solches System wird in der Regel unter der Sockelleiste oder einer anderen Verkleidung befestigt und wird daher auch so bezeichnet.

Was die technischen Eigenschaften betrifft, sollten Sie beim Kauf eines Heizsystems für Sockelleisten in erster Linie auf dessen Heizelement – den Heizkörper – achten. Volumen, Breite, Durchmesser – all diese Merkmale sollten berücksichtigt werden, ebenso wie die benötigte Leistung und die Anordnung aller Systemkomponenten im Raum.